Dynamik und Halt!


Ich liebe Dynamik! Wenn etwas los ist, ein neues Projekt zu beginnen, unterwegs zu sein. Genauso gut sitze ich gern an der Donau und schaue aufs Wasser und wenn es sich ergibt, auch aufs Meer. Der Wechsel zwischen Dynamik und Ruhe ist es letztlich, der das Leben bunter macht. Immer nur das eine oder das andere wäre auf Dauer anstrengend oder langweilig.


Der Song „Dynamik und Halt!“ gibt sich auf den ersten Blick dynamisch – bis die Stimme die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Und man eben nichts versteht, weil sie so dermaßen verzerrt ist. Man nimmt eine gewisse Ruhe und Eindrücklichkeit wahr, aber man versteht kein Wort, obwohl der Text durchaus einen gewissen Sinn ergibt. Die Dynamik erfährt einen Haltepunkt in der Stimme, die am Ende den ganzen Song zum Erliegen bringt. Ich fand es spannend, in einen unverständlichen Text eine unterschwellige Aussage zu legen. Irgendetwas versteht man, oder besser, spürt man doch. Die Stimme geht zielsicher am Verstand vorbei.


Mein Acrylgemälde „Dynamik und Halt!“ begann genauso mit der Dynamik der dahin fliehenden Pinselstriche. Doch wie es in jeder dynamischen Situation so ist: die Richtung muss klar sein und das ist am besten aufwärts. Der Haltepunkt wollte in einem poppigen Orange daher kommen. Einmal auf die Tube drücken und dem Zufall die Zügel in die Hand geben. Mit dem Ergebnis war ich zufrieden und auch mit dem dadurch entstehenden 3D-Effekt.